Listerienfunde in jeder 8. Rohwurstprobe

Bericht zum Zoonose-Monitoring 2017

Im Rahmen des Zoonose-Monitorings 2017 wurden von den Untersuchungsämtern insgesamt 6.922 Proben untersucht:

  • In 47 (12 %) der 384 untersuchten Proben streichfähiger Rohwurst (z.B. Tee- und Mettwurst) wurde Listeria monocytogenes nachgewiesen. Zwei der Proben enthielten mehr als 100 KBE/g L. monocytogenes und mussten somit als gesundheitliche bedenklich eingestuft werden.
    Das BVL weist in diesem Zusammehang nochmals darauf hin, dass Listerieninfektionen zwar selten sind, aber durch die Schwere der Erkrankung besondere Bedeutung besitzen. Risikogruppen (Ältere, Kleinkinder, Schwangere und immungeschwächte Menschen) sollten streichfähige Rohwürste meiden.
  • Die Belastung von Masthähnchen mit Campylobacter ist unverändert hoch. Etwa 25 % der Halshautproben am Schlachthof wiesen hohe Keimzahlen > 1.000 KBE/g auf; knapp 52 % der Proben von frischem Hähnchenfleisch waren positiv.
  • Salmonellenbefunde gehen weiter zurück. In nur noch 0,7 % der Hackfleischproben wurden Salmonellen nachgewiesen. Auch Schweineschlachtkörper waren mit 2,9 % positiver Proben seltener kontaminiert, als in den Vorjahren.

 

 

Pressemitteilung des BVL

 

Bericht zum Zoonose-Monitoring 2017 (PDF)