Präsumtive B. cereus können Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen

BfR veröffentlicht Bewertung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine aktuelle Bewertung zur B. cereus in Lebensmitteln vorgenommen:

  • bei jedem "präsumtiven B. cereus"-Stamm ist davon auszugehen, dass er Toxine bilden kann
  • die Toxine können zwei unterschiedliche Magen-Darm-Erkrankungen (Erbrechenstyp bzw. Durchfalltyp) hervorrufen, beide sind nicht ansteckend
  • B. cereus wächst im Temperaturbereich 10 ... 50 °C, einzelne Stämme können sich bereits ab 4 °C (langsam) vermehren
  • in der Regel müssen im Lebensmittel hohe Keimzahlen (> 105 KBE/g vorliegen, um Krankheiten hervorzurufen
  • (gründliches) Waschen mit Trinkwasser vermindert die Keimzahl auf Lebensmitteln nur geringfügig
  • B. cereus bildet hitzeresistente Sporen, die durch Kochen und normale Pasteurisation nicht abgetötet werden
  • Lebensmittel müssen bei max. 7 °C gelagert bzw. bei min. 65 °C heiß gehalten werden, um das Vermehrungsrisiko zu minimieren