Antibiotikaeinsatz bei Schweinen sinkt - Weiter Handlungsbedarf bei Hähnchen und Puten

Evaluierungsbericht des BMEL

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat den "Bericht über die Evaluierung des Antibiotikaminimierungskonzeptes" vorgestellt.

Zentrale Ergebnisse sind:

  • Die Gesamtverbrauchsmenge an Antibiotika bei allen sechs Nutzungsarten sank im untersuchten Zeitraum von 298 Tonnen auf 204 Tonnen, sie reduzierte sich damit um 31,6 Prozent.
  • Die stärkste Reduktion wurde bei Schweinen erreicht: Mastferkel minus 46 Prozent (von 87,5 Tonnen auf 47,2 Tonnen); Mastschweine minus 43 Prozent (von 115 Tonnen auf 65,2 Tonnen).
  • Mastputen minus 4 Prozent (von 38,1 Tonnen auf 36,7 Tonnen); Masthühner minus 1 Prozent (von 29,7 t auf 29,5 t); Mastkälber minus 4 Prozent (von 26 Tonnen auf 25 Tonnen).
  • Bei Mastrindern betrug die errechnete Reduktion minus 76 Prozent. Die absolut eingesetzten Mengen waren mit 1,7 Tonnen am Anfang und 0,4 Tonnen am Ende des Beobachtungszeitraums insgesamt sehr gering.
  • Reserveantibiotika wurden bei Schweinen und Rindern in geringem Umfang eingesetzt (jeweils weniger als 10 Prozent der jeweiligen Verbrauchsmenge). Bei Masthühnern und Mastputen mit einem Anteil von rund 40 Prozent der jeweiligen Verbrauchsmenge.

 

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft