Tiefkühlgemüse: Nur geringes Listerienrisiko

CVUA Stuttgart schließt Sonder-Untersuchungsprogramm ab

Im März 2018 wurde durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit gefrorener Mais als wahrscheinliche Ursache eines mehrjährigen multi-nationalen Listerienausbruchs ermittelt. Im Juni leiteten die ungarischen Behörden Rückrufe ein und stoppten die Produktion des betroffenen Verarbeiters.

 

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart führte daraufhin ein Sonderprogramm zum Vorkommen von Listerien in Tiefkühgemüse durch:

In 4 von 41 untersuchten Proben wurde Listeria monocytogenes nachgewiesen, in 4 weiteren Proben traten andere Listerienspezies auf. Alle Befunde waren im Zählverfahren < 10 KBE/g, damit ist keine direkt Gesundheitsgefahr für den Verbraucher zu befürchten.

Bei weiteren 40 Proben, die im Zeitraum 2010 - 2018 untersucht wurden, wurden nur in einer Probe Listerien nachgewiesen (nachweislich nicht L. monocytogenes).

 

Das CVUA Stuttgart rät für Risikogruppen (sehr junge, alte oder immunsupprimierte Personen, sowie Schwangere) trotzdem vom Rohverzehr von Tiefkühlgemüse ab.